Ihr habt euch dazu entschieden zu studieren und wisst auch schon was? Na dann heißt es nun einschreiben. Aber wo?

HS oder Uni?

Der Gedanke Hochschulen seien berufsbezogener als Universitäten tritt oft dadurch ein, dass HS Praxissemester in die Studiengänge einbeziehen. Dadurch sind die Regelstudienzeiten oft ein oder zwei Semester länger als bei Unis. Generell sind an Universitäten die Vorlesungen theoretischer ausgelegt als an Hochschulen. Als Tipp: Setzt euch im Halbjahr vor eurem Studienbeginn in eine Vorlesung, jeweils an der HS und Uni. Danach könnt ihr für euch entscheiden welche Atmosphäre euch besser gefällt.

An HS‘  sind die Vorlesungen eher wie Seminare aufgebaut. Die Anzahl einer Vorlesung beschränkt sich oft auf 30 Personen. An Unis nehmen meist mehrere 100 Personen an einer Vorlesung teil.

Das Lehrpersonal

Um an einer Hochschule lehren zu dürfen, muss derjenige mindestens fünf Jahre hauptberuflich in dem gelernten Bereich gearbeitet haben. Drei Jahre davon müssen außerhalb der Hochschule erfolgt sein. Somit bringen sie oft mehr Erfahrung mit. Tipps und Tricks, wie Probleme in der Praxis gelöst werden, können sie euch somit besser erläutern.

An Universitäten können Dozenten direkt nach ihrer Promotion lehren.

Der Studiengang

Nicht jeder Studiengang wird überall gelehrt. Dass ist euch bei der Suche nach passenden Studiengängen bestimmt nicht entgangen. Hauptsächlich theoretische Studiengänge, wie Geschichte oder Literatur bestimmter Sprachen, werden zum Großteil an Universitäten vertreten. Praxisnahe Studiengänge, wie beispielsweise Design, gibt es nur an Hochschulen.

Mythos

Universitäten werden besser anerkannt als Fachhochschulen. Das stimmt so nicht. Vor der Bologna Reform bestand keine “europaweite Harmonie der Studiengänge”, daher wurden die Studiengänge hierarchisch angeordnet, nach dem besten Ansehen. Dieses Denken besteht oft noch bis heute. Aber euren zukünftigen Arbeitgeber interessiert nur eure Abschlussnote und Qualifikationen.