Da ist man gerade aus der Schule raus und geht direkt wieder rein? Nicht so ganz, denn wenn man sich dazu entscheidet auf Lehramt zu studieren, dann hast du erstmal eine Regelstudienzeit von 6 Semestern für den Bachelor und dann nochmal vier Semester um den Master zu absolvieren. Diesen musst du an den Bachelor anschließen, um das Referendariat machen und damit auch wirklich Lehrer werden zu können.

Wenn du etwas auf Lehramt studierst, dann machst du einen 2-Fach-Bachelor, das bedeutet, dass du zwei Fächer auswählen musst, welche du dann später unterrichtest. Von diesen beiden Fächern ist es auch abhängig, ob du einen Bachelor of Arts oder einen Bachelor of Science machst. Je nachdem für welche Fächer du dich entscheidest, kann es sein, dass du zu einem Eignungstest antreten musst.

Du solltest dich jedoch vorher informieren, ob die Uni, an der du dich bewerben möchtest, auch diese Fächer und vor allem diese Kombination, anbietet. Außerdem kannst du nicht an jeder Uni alle Schulformen studieren. Die Schulformen sind aber an den meisten Unis so unterteilt, dass man zwischen Grund- und Hauptschul-Lehramt, Realschul-Lehramt, Gymnasiallehramt, Berufschul-Lehramt und Lehramt Sonderpädagogik wählen kann.

Es ist also wichtig, sich gut zu informieren, bevor man mit dem Studium beginnt. Außerdem ist es wichtig zu wissen, in welchem Bundesland du später unterrichten möchtest, denn einige Länder bieten Schulfächer an, die es in anderen nicht gibt.

Grundsätzlich ist der er Bachelor in fünf Bereiche unterteilt:

  • Erziehungswissenschaften
  • Fachwissenschaften
  • Fachdidaktik
  • Praktika
  • die Bachelorarbeit

 

Während des Studiums lernst du die Fachinhalte der zwei Fächer, die du dir ausgesucht hast, aber auch allgemeines Wissen über die Vermittlung von Lehrinhalten. Als Praktikum musst du Beispielsweise ein Orientierungspraktikum, innerhalb des ersten oder zweiten Semesters, absolvieren. In NRW ist es mittlerweile sogar obligatorisch, ein Eignungspraktikum abzuleisten, das du spätestens vor Beginn des Orientierungspraktikums vorweisen musst.

 

Nachdem du mit deinem Studium fertig bist, kannst du natürlich in den Beruf des Lehrers gehen und dich an Schulen bewerben. Je nachdem was deine Fächerkombination ist, kannst du etwas leichter eine freie Stelle finden. An Schulen sind momentan eher naturwissenschaftliche Fächer wie Physik, Chemie und Mathematik oder auch seltene Fächer wie Latein gefragt. Durch das Beobachten von Prognosen kann der Einstieg in den Lehrerberuf also deutlich erleichtert werden.

 

Erfahrungsbericht zum Studiengang:

S. (19 Jahre)

Im Wintersemester 2017 habe ich angefangen Sport und Chemie auf Lehramt für Gymnasien und Gesamtschulen zu studieren. An der Universität Duisburg-Essen musste ich, aufgrund dessen, dass ich Sport studieren möchte, einen Sporttest machen. Ich habe mich Anfang der 11. Klasse dazu entschieden auf Lehramt zu studieren, da ich nach der Schule nicht direkt anfangen wollte zu arbeiten. Außerdem ist es ein sozialer Beruf durch die Interaktion mit vielen Menschen und Kindern, was mir gefällt. Zusätzlich gibt es eine geregelte Besoldung durch wahrscheinliche Verbeamtung sowie einen Kündigungsschutz. In dem Beruf wird einem schnell eine hohe Verantwortung aufgetragen und eine gewisse Eigenständigkeit gefordert, da es nur wenig Kontrolle durch einen Vorgesetzten gibt, was mir ebenfalls zuspricht. Zusätzlich sind die Arbeitszeiten sehr Familienfreundlich und man bekommt die Chance an der Entwicklung und Zukunft der Kinder mitzuwirken.

Ich empfehle jedem dieses Studium, der gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten möchte und keine Lust auf einen Bürojob hat. Außerdem denjenigen, die gerne selbstständig ihre Ausbildung, zB durch eigenständige aufwandsverteilung des Lern- und Arbeitsaufwands, regeln.