Du hilfst gerne anderen Menschen? Dann ist soziale Arbeit das richtige für dich. Soziale Arbeit zu studieren, bereitet dich auf verantwortungsvolle Aufgaben im Sozialwesen vor. Nach dem Studium kannst du zum Beispiel in Einrichtungen für Senioren, Kinder oder Jugendliche Leitungspositionen übernehmen. Der Studiengang vermittelt dir das dafür notwendige theoretische Hintergrundwissen, sowie wertvolle Praxiserfahrung.

Sozialarbeit gehört, abhängig von der Hochschule, zum Institut Angewandte Sozialwissenschaft oder zu den Humanwissenschaftlichen Fakultäten. Daher können die Studieninhalte variieren. Die theoretischen Grundlagen werden die aber auf jeden Fall vermittelt. Zusätzlich werden diese Themen behandelt:

  • Einführung in das Sozialwesen
  • Methodik der Sozialarbeit
  • Angewandte Sozialwissenschaften
  • Psychologie
  • Pädagogik
  • Ethik
  • Rechtliche Grundlagen
  • Sozialwirtschaft

 

Während des Studiums beschäftigst du dich intensiv mit Sozialrecht und lernst Fördermittel zu beantragen oder einen Sozialhilfeantrag zu stellen. Das ist wichtig, damit du später deinen Klienten kompetent helfen kannst und ihre Rechte kennst.

In Seminaren, die du im Laufe deines Studiums besuchst, ist die Betreuung häufig besonders intensiv. Oft hast du die Möglichkeit, mit den Lehrenden und deinen Kommilitonen verschiedene Standpunkte zu diskutieren. Gerade im Bereich Sozialarbeit gibt es viele aktuelle Themen zu besprechen.

 

Die Regelstudienzeit für Sozialarbeit beträgt 6 oder 7 Semester, wenn du berufsbegleitend Studierst, dann kann das Studium auch 12 Semester umfassen. Als Abschluss hast du dann den Bachelor of Arts. Hierzu schreibst du eine Bachelorarbeit, in der man häufig einen Sachverhalt aufgreift und dazu ein neues Konzept oder einen Lösungsansatz entwickelst.

Nach dem Bachelor Studium kannst du noch ein Master Studium anschließen. Je nach Institut oder Fakultät stehen hier unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl, zum Beispiel Sozialmanagement oder Internationales Sozialwesen. Der Master ist außerdem stärker auf die Forschung ausgerichtet.

Nach deinem Bachelor kannst natürlich auch direkt in die Berufswelt einsteigen, da bereits berufsqualifizierend ist. Du bist für verschiedene Bereiche des Sozialwesens und der praktischen Sozialarbeit qualifiziert. Von der Inklusionspädagogik über die Drogenhilfe oder Familienberatung bis hin zur Altenbetreuung stehen dir zahlreiche Aufgabenfelder offen.

 

Ist dieser Studiengang etwas für dich?

Wenn du dich für den Studiengang interessiert, dann musst du mit einem Numerus clausus zwischen 2,0 und 2,5 rechnen. Einige Institute setzen bei der Auswahl der Bewerber jedoch nicht auf den Notendurchschnitt, sondern bewerten das soziale Engagement und die Motivation.

Dadurch, dass du in deinem späteren Beruf sehr viel mit Menschen arbeitest, ist eine positive und offene Art sehr wichtig. Außerdem solltest du anderen zu verstehen geben können, dass du ihre Sorgen ernst nimmst. Deshalb zählen Sozialkompetenz und Kommunikationsstärke zu den wichtigsten Eigenschaften für diesen Studiengang.

Zusätzlich kann die Belastung später sehr groß sein. Soziale Institutionen sind oft unterfinanziert und stehen vor der Herausforderung, die Bedürfnisse unterschiedlicher Gruppen und Individuen in Einklang zu bringen. Prüfe deshalb bei der Studienwahl, ob du dich für die Sozialarbeit begeistern kannst, zum Beispiel bei einer Studienberatung der Hochschule.