Ja das ist auch möglich! Allein zwischen 2010 und 2016 erwarben rund 32.000 Menschen, ohne Abitur, einen akademischen Titel. Jedoch ist der Weg an die Hochschule für Menschen ohne allgemeine Hochschulreife nicht immer leicht. Von insgesamt 19.000 Studiengängen sind nur rund 8.000 ohne Abitur zugänglich.

Diese Voraussetzungen benötigst du!

Studieren ohne Abitur bedeutet, du musst dich auf eine anderen Art und Weise für den jeweiligen Studiengang qualifizieren. Oftmals wird eine Ausbildung oder mehrere Jahre Praxiserfahrung im jeweiligen Bereich Vorausgesetzt. Zum Beispiel mit einer Ausbildung zum Kaufmann/-frau für Büromanagement und anschließender Praxiserfahrung bietet sich ein Wirtschaftswissenschaft-Studium an.

Mit dem Meister direkt zur Hochschule

Meister oder vergleichbar Qualifizierte – also mit Berufsausbildung und Aufstiegsfortbildung – können direkt ins Studium durchstarten. Denn durch die bereits erworbenen Qualifikationen besteht, ohne jede vorherige Prüfung, der direkte Zugang zu allen Studiengängen, an sämtlichen Universitäten und Fachhochschulen.

Kann ich an jeder Hochschule ohne Abitur Studieren?

Die Unterschiede zwischen den 16 Bundesländern beim Studium ohne Abitur sind zum Teil erheblich. Das betrifft nicht nur die Zugangsregelungen, sondern auch die Studien- und Serviceangebote der Hochschulen. Sowie die Entwicklung der Zahlen bei den Studienanfänger(innen)-, Studierenden- und Absolvent(inn)en ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife. Auch von Hochschule zu Hochschule können diese Bedingungen sich ändern. Deswegen informiere dich immer gut über deine jeweilige Universität und schaue welche Voraussetzungen du erfüllen musst.

Sobald du es geschafft hast ohne Abitur an einer Universität angenommen zu werden, hast du die gleichen Rechte und Pflichten wie Menschen mit Abitur. Du hast Anrecht auf BAföG und die identische Auswahl an Fächern. Oftmals werden zum Studienbeginn Auffrischungskurse in Fächern wie Mathematik, Englisch usw. angeboten. Diese sind für Studenten ohne Abitur sehr empfehlenswert, da der Schulunterricht in allgemein bildenden Fächern, durch die Ausbildung und die Praxiserfahrung, meist sehr weit zurückliegt