Jeder dieser Begriffe hat man schon mal gehört, doch nur selten stellt man sich die Frage: “Wo liegt der Unterschied?” und welcher dieser Formen ist für dein Studium am besten geeignet?

Universität

Im Vergleich zur Fachhochschule sind viele Uni-Studiengänge nach wie vor eher wissenschaftlich ausgerichtet und bereiten nicht unbedingt auf ein spezifisches Berufsbild vor. Stattdessen führen sie die Studenten lediglich grob in eine bestimmte berufliche Richtung. An der Uni bist du also richtig, wenn dein wichtigstes Ziel nicht das Turbo-Studium ist, das dich möglichst schnell zum ersten Job führt. Insbesondere dann, wenn du gerne wissenschaftlich arbeiten, nach dem Bachelor noch einen Master machen und vielleicht sogar promovieren möchtest, sollte die Uni deine erste Wahl sein.

Fachhochschule

Fachhochschulen sind die praxisorientierte Alternative zu Universitäten. Die Studieninhalte sind so angelegt, dass die Studierenden gezielt auf ihren späteren Beruf vorbereitet werden. Häufig hört man in diesem Zusammenhang den Begriff „anwendungsorientiert“. Dazu passt, dass viele Dozenten und Professoren aus der Praxis kommen und den Studierenden daher aus erster Hand Einblicke in Arbeitsabläufe von Unternehmen vermitteln können.

Das Verhältnis zu den Lehrenden ist zudem intimer als an Unis. Da Vorlesungen und Seminare nicht so überfüllt sind, kommt man viel leichter ins Gespräch. Dafür ist das Fächerangebot jedoch deutlich kleiner, als an Universitäten. Viele FHs beschränken sich auf Technik, Wirtschaft und Sozialwesen. Einige bieten zusätzlich Studiengänge aus den Bereichen Medien und Gestaltung an.

Bestimmte Fächer, wie zum Beispiel Medizin, Germanistik oder Lehramtsstudiengänge, kann man hier jedoch nicht studieren. Auch eine Promotion (Erwerb des Doktortitels) ist an FHs in der Regel nicht möglich. Viele Fachhochschulen nennen sich übrigens inzwischen nur noch „Hochschule“ oder „University of Applied Sciences“. Die Gründe dafür haben in den meisten Fällen mit dem Marketing zu tun. Am Fächerangebot und am Status eine Fachhochschule im Sinne des Hochschulrahmengesetzes zu sein, ändert der Name jedoch nichts.

Private Hochschule

Private Hochschulen werden nicht von Staat oder Kirche, sondern wie der Name schon sagt, von einem privaten Träger verwaltet. Die Abschlüsse sind jedoch in aller Regel staatlich anerkannt. Private Hochschulen haben den Nachteil, dass die Kosten sehr hoch sein können und unterschiedlich von PH zu PH sind. Jedoch ist der Vorteil, dass du meist in Kleingruppen arbeitest und die Ausstattung sehr gut ist.